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Success Story: Schöck Bauteile GmbH — auf dem Weg zur digitalen Souveränität

Über 1.000 Mitarbeitende, 30 Länder: Wie Schöck die Digitalisierung vom Einzelprojekt zur Unternehmensstrategie entwickelte.

Die Schöck Bauteile GmbH beschäftigt über 1.000 Mitarbeitende und ist in 30 Ländern aktiv. 2019 stand das Unternehmen vor der Frage, wie es die Digitalisierung vom Einzelprojekt zur Unternehmensstrategie entwickeln kann. Diese Fallstudie beschreibt die ersten zwölf Monate.

Ausgangslage: April 2019

Die Schöck Bauteile GmbH ist ein hoch innovatives Unternehmen mit dem Anspruch, auch in Zukunft im Markt und Wettbewerb eine führende Position einzunehmen. Schöck will proaktiv und selbstbestimmt handeln — und erkannte zu Beginn 2019, dass die Digitalisierung zur großen Herausforderung werden würde. Gleichzeitig zeigte sich in der Baubranche sehr viel Potenzial im Kontext der Digitalisierung.

Die Leitfrage lautete: Was muss wie mit wem und warum getan werden, um eine digitale Souveränität für eine enkeltaugliche Zukunft zu erlangen?

Was im Weg stand

  • Die Digitalisierung wurde bisher nur durch Einzelpersonen vorangetrieben. Es fehlte nicht an Ideen, sondern an einem ganzheitlichen strategischen Überblick, an der Umsetzung und an der Vernetzung der Projekte.
  • Der Druck aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld erhöhte den Bedarf, langfristig digitale Lösungen selbstständig zu produzieren.
  • Die Digitalisierung wurde im Unternehmen unterschiedlich verstanden, und die Mitarbeiter zeigten abweichende Reifegrade auf.
  • Die Messung des Erfolgs der digitalen Transformation war bisher weder steuer- noch messbar.

Die notwendigen Entwicklungsschritte

  • Kompetenzen bündeln. Mitarbeiter-Kompetenzen zur systematischen Bearbeitung wurden zusammengeführt. Systematik, Struktur und Methodik wurden eingebracht, Strategie und Organisationsstrukturen ideal angepasst.
  • Verantwortung nach oben. Veränderung braucht einen Treiber auf Vorstandsebene und ein klares einheitliches Commitment — die Verortung der Tätigkeit auf höchster Entscheiderebene.
  • Alle mitnehmen. Die systematische Mitnahme des gesamten Unternehmens ist zwingend notwendig.
  • Richtung geben. Errichtung einer Digitalvision und eines Purpose zur Orientierung, zur intrinsischen Motivierung und als Richtungsvorgabe.

Digitalisierung als eigener Unternehmensbereich

Um das Potenzial schnell zu erschließen, setzte die Schöck Bauteile GmbH auf einen neu geschaffenen Unternehmensbereich Digitalisierung. Ziel des mehrköpfigen Teams: das Schöck Portfolio um digitale Produkte und Services zu erweitern, Produktinformationen digital nutzbar zu machen und Geschäftsprozesse zu innovieren und zu digitalisieren.

Baustelle 4.0 als Chance

Basis der digitalen Transformation bilden Daten, Vernetzung und Prozesse. Produktinformationen sollen von der Planung bis zur Baustelle in einen durchgängigen Prozess effizient integriert werden. Künftig werden allen Baubeteiligten digitale Daten im Workflow Konstruktion, Bemessung und Ausführung schnell und unkompliziert zugänglich sein.

Damit der Workflow von der Planung bis zur Baustelle — und zurück — gelingt, müssen nicht nur alle Daten, sondern auch alle am Prozess Beteiligten digital abgebildet und miteinander vernetzt sein: Planer, Tragwerksplaner, Verarbeiter und Prüfstatiker sowie auf Herstellerseite die beratenden Ingenieure, Anwendungstechniker und Bauphysiker im Service von Schöck.

„Der nunmehr durchgängige Datenfluss von der Planung bis zur Baustelle mittels Webanwendungen, AR-Lösungen und BIM-Objekten erleichtert nicht nur die tägliche Arbeit der Baubeteiligten und spart damit wertvolle Zeit, sondern sorgt zudem für mehr Qualität am Bau.“

Hubert Fritschi — Bereichsleiter Digitalisierung, Schöck Bauteile GmbH

Das Ergebnis

Die Digitalisierung in der Baubranche mit ihren neuen Technologien und digitalen Prozessketten führt zu rationelleren Abläufen und einer zuverlässigeren Termin-, Kosten- und Qualitätssicherheit. Schöck hat damit die Weichen für die Baustelle 4.0 gestellt.

Mit viel Sachverstand und Engagement machte sich Schöck ab April 2019 gemeinsam mit AYB auf den Weg in die digitale Zukunft.